#YuCica: Muttertag-Special mit Janja, Teona und David

Unsere „YuCice“-Reihe geht in die nächste Runde. Diesmal gibt’s eine besondere Ausgabe zum Muttertag mit Janja und ihren Kids Teona und David. Was die unterschiedlichen Generationen über die „Jugo-Frage“ denken und mehr, erfahrt ihr hier.

“Meine Mama ist meine Stil-Ikone.“

Janja Mitrovic kam in Serbien zur Welt, obwohl ihre Familie seit drei Generationen in der Schweiz lebt. Die studierte Sozialarbeiterin wuchs in Zug auf, arbeitet in Zürich und reist mit ihrer Familie wann immer möglich um die Welt. Ihre kreative Ader lebt sie gemeinsam mit ihren Kindern Teona (8 Jahre) und David (5 Jahre) in ihrer Freizeit aus. Was die bunte Truppe zu den Themen Jugos, Belgrad und Zürich meint, lest ihr in unserem YuCice-Muttertagsspezial.

„Was du bisch en Jugo?“, kennst du die Frage?
Janja: Ja, kenne ich gut. Viele fragen auch, ob ich einen Jugo geheiratet habe? Weil ich ein “ić” im Nachnamen habe.

Wie reagierst du darauf?
Janja:  Ja stell dir vor, ich bin auch Jugo. Bei meiner Arbeit hat es jedoch auch Vorteile einen Migrationshintergrund zu haben.

Teona/David wisst ihr was ein Jugo ist?
David: Nein.
Teona: Ein Jugo ist jemand aus Ex-Jugoslawien. 

Bist du ein Jugo Teona: Nein.

Deine Stilinspiration und dein Stil?
Janja: Mein Stil ist vielseitig. Ich orientiere mich an Mode, folge aber nicht jedem Trend. Als Mama muss mein Outfit oft bequem sein und viel aushalten. Deshalb trage ich in meiner Freizeit gerne legere Kleidung und Turnschuhe.

Yugochic

Teona: Ich liebe Jeans und Turnschuhe. Mein Stil-Idol ist meine Mama. Ich hoffe, sie überlässt mir mal ihre Kleider.

David: Auch ich mag Jeans und Turnschuhe und bewundere den Stil meines Papi.

Dein Lieblingsort in Ex-Jugoslawien?
JanjaVor rund drei Jahren haben wir eine Rundreise durch die ehemaligen Republiken von Jugoslawien gemacht. Dabei haben Sarajevo und Mostar einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Auch die kroatische Küste ist wunderschön und immer einen Besuch wert.

Dein Lieblingsort in Belgrad?
Janja: Es gibt sehr viele. Auf jeden Fall der Dorcol Platz mit Kindern und das Museum für moderne Kunst. Sonst kann man sich vom Puls der Stadt treiben lassen und Belgrad unbeschwert geniessen.

Teona: Ich bin am liebsten auf dem Kalemegdan, weil man dort alles machen kann; rumlaufen, etwas trinken, in den Zoo gehen.

David: Ich mag die Schokocrossaints in der Kafeterija, weil sie mega viel Schoggi drin haben. Und den Spielplatz im Tasmajdan Park.

Janja Teona Skatepark

Dein Lieblingsort in Zürich?
Janja: Auch da gibt es viele. Auf jeden Fall das Treiben zwischen der Hardbrücke und den Viadukt Bögen. Auf der Josefwiese fühlt sich unsere ganze Familie wohl und Frau Gerolds Garten ist einer meiner absoluten Favoriten. Zum Brunchen gehen wir mit den Kindern gerne ins Kosmos. Da können sie im oberen Stock stundenlang in der Leseecke im Büchersalon verweilen, während wir noch unser Essen geniessen.

Teona: Ich liebe Zürich. Am liebsten bin ich auf der Josefwiese, im Hiltl oder im Skatepark.

David: Der Züri Zoo.

Was braucht jeder Jugo im Kleiderschrank?
Janja: Die Jungs brauchen ein cooles Shirt von DetchkoTzar und die Frauen natürlich ein Yugochic-Shirt.

Woran erkennst du eine Landsfrau?
Janja: Das ist extrem schwer zu sagen.

Dein Lieblingslied aus dem Jugo-Land?
Janja: Rade Šerbedžija  – Meni se duso od tebe ne rastaje
Teona: Prljavo Kazaliste – Mi plesemo
David: Bijelo Dugme – Milicija trenira strogocu

Janja Kids DetchkoTzar

Was können Schweizer von den Jugos lernen und umgekehrt?
Janja: Die Jugos in der Schweiz sind grösstenteils schon sehr integriert. Bei den Jugos “unten” wünschte ich mir manchmal, dass sie es etwas genauer nehmen mit den vereinbarten Zeiten. Die Schweizer auf der anderen Seite könnten es manchmal etwas gelassener angehen, wenn mal was nicht genau nach Plan läuft.

Was vermisst du in der Schweiz aus Serbien?
Teona: Meine Verwandten auf dem Land in Serbien mit ihren Babyhunden.

David: Die Menschen, die ich dort kenne.

Was fehlt in Serbien aus der Schweiz?
Teona: Das Geld.

David: Unser Spielplatz in der Nachbarschaft.

Text und Fotos: Anja Lapcevic[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]