Zoran Božanić, ein Šmeker aus dem Kreis 8

„Die Welt braucht mehr Sinnlichkeit.“ Die Sinnlichkeit im Seefeld fängt Zoran mit seiner Kamera täglich ein. Der gebürtige Belgrader ist seit dreissig Jahren im Kreis 8 in Zürich Zuhause. Hier kennt er jede gute Ecke und kennt zu jeder Person eine witzige Anekdote. Wir treffen Zoran zum Interview im Restaurant Razzia. 

Alles was man mit Liebe und Leidenschaft macht, kommt gut.

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Zoran kam mit seiner Familie im Jahr 1974 von Belgrad nach Zürich. Nach seiner Ausbildung im Hotelfach ging Zoran nach Kalifornien, um eine neue Welt zu entdecken und sich inspirieren zu lassen. Danach kehrte er in die Schweiz zurück und arbeitete im Finanz- und Recruiting Wesen. Jedoch merkte er bald, dass etwas Kreatives in ihm schlummert. Mitte der 90er Jahre startete er dann seine eigene Kreativagentur. Heute betreut Zorans Agentur Design Labor internationale Kunden und betreibt zudem das Onlinemagazin Kreis8. Damit möchte er das lokale Gewerbe unterstützen und ein Sprachrohr für die Region sein.

„Was du bisch en Jugo?“ Kennst du diese Frage?

Ja klar. Ich bin ja auch als Jugoslawe geboren. Da machst du einiges durch, wenn du auf einmal Serbe bist. Vor allem war bei uns in der Familie Nationalismus nie ein Thema. Daher fühlte ich mich immer wohl als Jugoslawe.

Wie antwortest du darauf?

Da es viele im Zusammenhang mit: “Du siehst ja gar nicht aus wie ein Jugo.“ sagen, frage ich zurück: „Na wie sieht denn einer aus?“ Darauf gibt es kaum eine Antwort.

Was braucht jeder Jugo im Šrank?

Ein Roter Stern Belgrad Dress. Etwas, das schöne Erinnerungen und Emotionen aus seiner Heimat weckt.

Was inspiriert dich?

Der Mensch. Alles was mit Schönheit und Sinnlichkeit zu tun hat. Wir haben viele Kopien und wenig Originale. Ich bin getrieben von Ästhetik.

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Wo fotografierst du am liebsten?

Draussen und bei Tageslicht.

Welches ist dein Lieblingsort in Zürich Seefeld?

Der Chinagarten. Ich spüre da eine eigenartig schöne Energie und bin überzeugt, dass der Garten nicht per Zufall da ist. Wenn ich dort bin, lädt es mich immer positiv auf.

Und dein Lieblingsort in Ex-Jugoslawien?

Die Insel Hvar in Kroatien. Dort haben wir als Kinder und Jugendliche oft Ferien gemacht. Ich verbinde sehr viele aufregende und schöne Erinnerungen damit.

Was ist für dich ein Šmeker?

Ein Šmeker geht mit Leichtigkeit durchs Leben. Er hat eine positive Ausstrahlung. Du erkennst einen Šmeker sofort, denn er strahlt eine Coolness aus.

Welchen Šmeker würdest du gerne mal (oder hättest gerne) fotografieren?

Steve McQueen (US Schauspieler)

Dein Lieblingslied aus Ex-Jugoslawien?

Jugoslovenka von D’Boys. Das Lied habe ich 1984 zum ersten Mal in Hvar gehört und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen.

Was können Jugos von Schweizern lernen und umgekehrt?
Von den Schweizern kann man sich eine Scheibe Bescheidenheit und Disziplin abschneiden.

Von den Jugos kann man sich die Nonchalance und Leichtigkeit abschauen. Denn sie geniessen das Leben wie es ist, trotz allen Schwierigkeiten.

Text: Anja Lapčević

Bilder: Zoran Bozanic[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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